Christophorus-Heim

Den anderen annehmen heißt nicht nur seine
Grenzen, sondern auch seine Fähigkeiten bejahen.

Kyrilla Spieker – Deutsche Benediktinerschwester

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Das Christophorus-Heim mit seinem differenzierten Angebot für schwerst-mehrfach behinderte Menschen verteilt sich auf die Orte Großkmehlen, Lauchhammer und Ortrand. Der Hauptstandort mit 60 Plätzen befindet sich in Großkmehlen, einer kleineren Gemeinde, die zum Amt Ortrand gehört. Die 60 stationären Plätze verteilen sich auf fünf Wohnhäusern.
Die fünf Wohnhäuser befinden sich innerhalb des Dorfes an drei Standorten, die zwischen 300 m und 800 m voneinander entfernt liegen. Jeweils 2 Wohnhäuser stehen an der Elsterwerdaer Straße und dem Oberweg, ein Haus am Viehweg.

Wohnstätte Christophorus-Heim

Wohnstätte Christophorus-Heim

Bildergalerie

 

Bis 1994 lebten die Bewohner gemeinsam mit seelisch behinderten Menschen im alten Großkmehlener Wasserschloss unter äußerst spartanischen Verhältnissen.
Erst in den dann folgenden Jahren entstanden nach und nach die heutigen Wohnstätten: Dreiseithöfe, Landhäuser, Begegnungsscheune und der große Landschaftsgarten mit seinem Streichelzoo , die zeitgemäße Qualität und Beschaulichkeit miteinander vereinen.

Im Laufe der Jahre wurde das Angebot der Einrichtung erweitert. 1998 kamen zwei Betreute Wohngemeinschaften in Ortrand und Lauchhammer hinzu. Die zwei Standorte  bieten jeweils 12 Plätze für eine stationär betreute Wohngruppe. Hier werden behinderte Menschen gezielt auf das eigenständige Leben vorbereitet.

Betreutes Wohnen Ortrand

Betreutes Wohnen Ortrand

Betreutes Wohnen Lauchhammer

Betreutes Wohnen Lauchhammer

So lag es nahe, die ambulante Begleitung in das Spektrum zu integrieren – sie rundet das Angebot ab. Seit September 2006 bietet das Christophorus-Heim das ambulant betreute Wohnen in der Region Ortrand, Lauchhammer, Schwarzheide, Ruhland an.

Das Christophorus-Heim prägt den kleinen Ort mit.
Die Wohnstätte ist in dem dünn besiedelten ländlichen Gebiet ein wichtiger Rückhalt: allein lebende behinderte Menschen finden hier ein soziales Netz und Freizeitangebote.

Manche Bewohner des Christophorus-Heimes haben einen solch hohen Hilfebedarf, dass der Besuch einer Werkstatt außerhalb der Einrichtung nicht möglich ist.
Im Förder- und Beschäftigungsbereich werden erwachsene Menschen mit schweren geistigen Behinderungen und Mehrfachbehinderungen bis 65 Jahre betreut, welche die Aufnahmekriterien für die WfbM nicht erfüllen.
Zur Gewährleistung intensiver Betreuung und Förderung hat die Einrichtung seit Sommer 1992 einen Förder- und Beschäftigungsbereich geschaffen. Zunächst in einem separaten Gebäude auf dem Gelände der Wohnstätte, später (ab Sommer 1993) in unmittelbarer Nähe des Geländes (ca. 800 m Distanz).

Ausschlaggebend für den Aufbau des FBB war das Ziel, eine deutliche Trennung zwischen Wohnbereich und Tagesstrukturierung zu schaffen.
Im Rahmen der Wohnstätten-Neubauplanung wurden zwei separate Gebäude zur
Förderung, Beschäftigung und zur kulturellen Betreuung der Bewohner konzipiert.

Ein Gebäude wird seit seiner Fertigstellung im November 1995 durch die Gruppen des FBB genutzt und das andere wurde im Juni 1999 fertiggestellt.
Im Jahr 2007 wurde beschlossen, dass Angebot zur Tagesstruktur zu erweitern und zukünftig auch für Menschen mit geistiger Behinderung aus dem häuslichen Umfeld, die nicht werkstattfähig sind, zu öffnen – 2008 begannen die Bauarbeiten am neuen Landhaus.

Mit der Erweiterung des FBB wurde eine neue, zusätzliche Leistung für Klienten aus dem häuslichen Umfeld im Rahmen der sozialgesetzlichen Regelung erschlossen.

Die räumliche Trennung von Förder- und Beschäftigungsbereich und Wohnstätte durch verschiedene Gebäude erweist sich trotz der Nähe zur Wohnstätte grundsätzlich als ein Vorteil.
Unser eigener Förder- und Beschäftigungsbereich gewährt wertvolle Alternativen. Ob Keramikarbeiten, Seidenmalerei, Holzbearbeitung oder Hauswirtschaft, Tier- oder Gartenpflege – jeder findet etwas für seine Begabungen und Fähigkeiten.

Ältere behinderte Menschen besuchen mit  Vorliebe die Seniorenangebote, sie sind eigens auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. Für diese Zielgruppe werden verschiedene Freizeitangebote auf freiwilliger Basis angeboten.

Auch Seelsorge und Trauerarbeit finden in angemessener und verständlicher Art und Weise Raum, denn diese Anliegen sind präsent und bedeutsam für unsere älteren Bewohner.

Zur Orts- und Kirchengemeinde gibt es über Jahrzehnte gewachsene Kontakte. Bei unseren Feiern reicht der Platz im größten Zelt oft nicht aus. Die großzügig angelegte parkähnliche Anlage bewohnt von possierlichen Alpakas, anderen Vierbeinern und Federvieh sorgt für Gäste. Begegnungen sind uns willkommen, sie helfen, auf beiden Seiten Berührungsängste abzubauen.

       Gisa Kern

Einrichtungsleitung

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Ausstattung und Wohnen:

  • Im Christophorus-Heim werden ausschließlich Einzelzimmer vorgehalten. Wir bieten Ihnen überschaubare und familiär geführte Gemeinschaften.
    Jeweils zu zwei Einzelzimmern gehört ein Sanitärbereich, bestehend aus Dusche/Toilette oder Dusche/Bad/Toilette.
    Die Gestaltung der Zimmer erfolgt individuell durch den Bezugsbetreuer gemeinsam mit dem Bewohner. Sofern der Bewohner nicht über eigene Möbel verfügt, erfolgt eine Grundausstattung durch die Einrichtung.
  • Die Gebäude Elsterwerdaer Straße und Oberweg werden durch eine großzügig parkähnliche Anlage mit Spielplatz, Pfad der Sinne, Grillplatz, Tiergehege (u.a. zwei Alpakas) und Sitzgruppen verbunden. Sie dient der Erholung und Freizeitgestaltung.

Lage und Erreichbarkeit:

  • Hauptstandort in Großkmehlen: Großkmehlen ist eine Gemeinde im Amt Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz  des Bundeslandes Brandenburg. Die Orte der Gemeinde Großkmehlen gehören zu den wenigen Orten im südlichen Teil des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, die nicht in der Lausitz liegen.
  • Die nächstgelegenen Städte zu Großkmehlen sind Ortrand (3 km), Ruhland (15 km), Lauchhammer (15 km), Großenhain (20 km) sowie die Kreisstadt Senftenberg (25 km).
  • In Ortrand (3 km) befindet sich der Autobahnanschluss nach Berlin und Dresden.
  • Zwischen Großkmehlen und Ortrand/Lauchhammer verkehrt mehrmals täglich ein Bus. In Ortrand befindet  sich ein Bahnhof mit Zugverbindungen in Richtung Dresden und Ruhland/Berlin.

Infrastruktur:

  • In Großkmehlen können Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs eingekauft werden,  alle übrigen Einkäufe sind in Ortrand möglich.
    Ortrand verfügt über Drogerie-, Super- und Einkaufsmärkte. Frisöre, Kosmetikstudios sowie Pediküre und Maniküre sind im Ort vorhanden.

Ärztliche und therapeutische Versorgung:

  • In Ortrand wird eine umfassenden Facharztbetreuung gewährleistet. Darüber hinaus haben sich mehrere Allgemeinmediziner niedergelassen. Außerdem verfügen Senftenberg und Lauchhammer über ein modernes Klinikum/Krankenhaus.

Förder- und Beschäftigungsbereich

Gott hat den Menschen gemacht – und auch die Tiere! Gottes ganze Schöpfung, den Einklang mit seinem Werk und den Respekt vor eben diesem lebendig werden zu lassen, darauf sind die individuellen, pädagogischen und pflegerischen Konzepte in unseren Standorten abgestimmt. Unsere Häuser sind Lebensorte –  geprägt von einer wohnlichen Atmosphäre, mit vielen liebevollen Details ausgestattet, barrierefrei und bedarfsgerecht strukturiert.
Ein besonderes Merkmal unserer Wohn- und Lebenskultur sind die großzügig angelegten Außenanlagen, in denen nicht nur eine reichhaltige Bepflanzung die Verbindung zur Natur unterstreicht, sondern auch eine Vielzahl von Tieren ein Zuhause gefunden hat.
Der berühmte Hauskater findet sich nahezu in jedem unserer Häuser. Von Wellensittichen über Kaninchen, Zwerghasen, Meerschweinchen, Hühnern, Ziegen, Schafen bis hin zu Eseln, Pferden und sogar Alpakas –  Vielfalt ist Diakonie und Diakonie gestaltet Lebensräume – für Mensch und Tier, ganz der Idee Gottes und seiner vielfältigen Schöpfung gewidmet.

Eine winzig kleine Blume von irgendeinem Wegrain, die Schale einer Muschel am Strand, die Feder eines Vogels. Das alles verkündet dir, dass der Schöpfer ein Künstler ist.“  Terrtullian

Behinderte Menschen werden oft in ihren Fähigkeiten unterschätzt!  Wir wollen mit unseren Angeboten und unserer Unterstützung ein gutes Maß finden,  denn in unseren Wohnstätten ist Selbstbestimmung eine wichtige Grundlage. Wir wollen  so einfühlsam Helfer und Partner sein, wie jeder einzelne Bewohner es für sich braucht und wie es sein Leben bereichert.

 

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