Helen-Keller-Haus

Die besten und die schönsten Dinge

kann man weder sehen noch hören.

Man muss sie mit dem Herzen fühlen.

                  Helen Keller

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Das Helen-Keller-Haus ist kein zeitweiliges Domizil, sondern ein dauerhaftes Zuhause für 43 geistig schwerst-mehrfach behinderte Menschen mit tagesstrukturierenden Angeboten.
Unabhängig vom Grad und der Schwere der Behinderung kann ein zukünftiger Bewohner ab Vollendung des 18. Lebensjahres aufgenommen werden. Nach Vollendung des 60. Lebensjahres erfolgt keine Aufnahme mehr.

Eingang Wohnpflegeheim Helen-Keller-Haus

Eingang Wohnpflegeheim Helen-Keller-Haus

Bildergalerie

 

Größtenteils ebenerdige Räume, breite Flure, viele Einzelzimmer, reichlich Platz für Licht und Sonne, liebevolle Dekoration, Liegelandschaften, Wasserbetten – das Helen Keller-Haus ist optimal behindertengerecht eingerichtet. Hier leben dauerhaft behinderte Menschen. Die meisten von ihnen sind so sehr eingeschränkt, dass sie keine Aufnahme in Förderschulen und Werkstätten finden. Deshalb sind unsere eigenen Therapie- und Förderangebote äußerst wichtig. Das Helen-Keller-Haus verfügt über sieben separate Therapieräume. Hier finden Einzel- und Gruppenbetreuungen mit den Bewohnern statt, die der Förderung und/oder Entspannung dienen. Dazu gehört zum Beispiel der Musikraum. Musik ist die Sprache der Seele – Trauer, Freude, Angst oder Aggression lassen sich ausdrücken, auch dann, wenn Worte fehlen.

Im Snoezelraum und auf dem Klangwasserbett steht die Entspannung im Mittelpunkt. Im „Matschraum“ kann jeder nach Herzenslust mit Händen und Füßen malen. Hier und beim Werken steht die Freude im Vordergrund, gleichzeitig fördert es Beweglichkeit, Fantasie, schafft Selbstvertrauen und Ausgeglichenheit.

Therapie- und Förderangebote

Wasserklangbett

…  durch die direkte Übertragung  der Musik auf das Wasserbett
entsteht das Gefühl, von fließenden Klang- und
Wasserschwingungen getragen zu werden…

Werkraum

….  wichtig ist nicht das Endprodukt,
sondern der Weg dorthin

Musikraum

…durch Musik können Gefühle wie
Freude, Trauer oder Angst zum
Ausdruck gebracht werden.

Snoezelraum

… das Ergebnis ist ein gemeinsames Erlebnis
des entspannten Genießens und Spielens …

Matschraum

… unsere Bewohner
erfahren körperliche Kälte
und Wärme, wenn trockener
Sand durch ihre Finger
rieselt oder sie mit nackten
Füßen darüber laufen …

Das Helen-Keller-Haus leistet Betreuungsarbeit im Sinne einer ganzheitlichen, wertschätzenden, unterstützenden und aktivierenden Heil- und Behindertenpädagogik. Hauptanliegen ist es, den in der Einrichtung lebenden Menschen mit all seinen individuellen Facetten, Vorlieben, Eigenheiten und Einschränkungen anzunehmen.

Freizeit wird ebenfalls „groß geschrieben“. Neue Eindrücke und Erlebnisse fördern Wohlgefühl und Selbstbewusstsein. Die Disco und der Kino-Nachmittag im eigenen Haus werden begeistert angenommen. Doch hier leben keine „Stubenhocker“: Ausflüge in die Umgebung, Erlebniswochen, therapeutisches Reiten und Schwimmen gehören zum regelmäßigen Programm. Direkt gegenüber vom Helen-Keller-Haus ist das
Laurentius-Haus. Beide teilen sich einen Garten und die Tierfamilie dort. Hier leben schmusige, bockige, anhängliche, eigenwillige Vierbeiner. Eines haben aber alle gemeinsam, sie bereiten ihren Besuchern Spaß und Freude und das ist die beste „Medizin“.

Der„Tagsförderbereich extern“ liegt einen kurzen Fußweg vom Helen-Keller-Hauses entfernt im benachbarten Laurentius-Haus. Er gilt als alternativer Lebensraum und leistet für Menschen die wegen der Schwere ihrer Behinderung nicht „werkstattfähig“ sind, einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität.

Die bewusste räumliche Abgrenzung zum vertrauten Zuhause und das Erleben einer intensiven Beschäftigung schaffen Ausgeglichenheit und fördern individuelle Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmer.

Einzelförderung  oder

Gemeinschaftsfördernde Maßnahmen

Die Lebensgeschichte der Bewohner, ihre Gefühle und Fantasien, ihre Hoffnungen und Ängste, ihr Glaube und ihre Zweifel – mit einem Wort, ihre Befindlichkeit – stehen hier für die Seelsorge im Zentrum der Aufmerksamkeit. Seelsorge erhebt den Anspruch, einen therapeutisch integrierten Anteil in unserer Einrichtung zu repräsentieren, sie ist keine beliebig verzichtbare zusätzliche Dienstleistung.
Seelsorge versteht sich als partnerschaftlich integriert und ist darauf aus, sich selbst als
wirkungsvollen Bestandteil der betreuerischen und pflegerischen Bemühungen unter Beweis zu stellen.
Die Aufgaben der Seelsorge wird im Helen-Keller-Haus durch einen Gemeindepfarrer der Kirchengemeinde wahrgenommen.
Im Helen-Keller-Haus werden Gottesdienste und Feste im Kirchenjahr gemeinsam gestaltet und Lieder dafür gemeinsam ausgesucht.

Die hauswirtschaftlichen Mitarbeiter arbeiten ebenfalls – gemäß den Festlegungen des
Leitbildes der Behindertenhilfe und den Betreuungsgrundsätzen – eng mit den anderen Leistungsbereichen zusammen. Hauswirtschaft, Betreuung und Pflege bestimmen gemeinsam maßgeblich die Zufriedenheit der Bewohner im Helen-Keller-Haus.
Die Leistungen und Ergebnisse im Bereich Hauswirtschaft sollen das Gesamtbild und Erleben im Helen-Keller-Haus positiv unterstützen und für eine hohe Zufriedenheit der Bewohner sorgen.

Das Essen kommt übrigens „mit Liebe“ gekocht täglich frisch aus der Küche des Laurentius-Hauses, einer Altenhilfeeinrichtung der Stiftung, in unmittelbarer Nähe zum Helen-Keller-Haus gelegen.

– Gäste sind bei uns immer herzlich willkommen. Wir pflegen Kontakte zu Angehörigen und Nachbarn, zur Gemeinde und Kirchgemeinde. –

        Gudrun Waldherr

Einrichtungsleitung

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