Pfarrer-Dinter-Haus

Für den Namen „Pfarrer-Dinter-Haus“ engagierten sich die Mitarbeiter des Kinderheimes selbst, nachdem die städtische Einrichtung im Oktober 2000 zur Stiftung kam.
Gustav-Friedrich Dinter,sächsischer Pfarrer, Professor und Konsistorialrat setzte sich einst ein für den Schulbesuch aller Kinder, eine gute Lehrerausbildung und neue Lehrmethoden. Das war in den Jahren 1797 bis 1831 unbequem und alles andere als selbstverständlich.

Bildergalerie

Das Pfarrer-Dinter-Haus in Dresden-Klotzsche kann 30 Kindern und Jugendlichen ein Zuhause bieten. Es liegt ruhig, am Ende einer kleinen Seitenstraße, und hat einen herrlichen, großen Garten, der ideal zum Spielen und Toben ausgerüstet ist. Kleine Blumenbeete zeugen davon, dass die Kinder mit fachkundiger Anleitung begeisterte Gärtner sind.

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Jugendämtern kommen Kinder- und Jugendliche im Alter von 0-18 Jahren zu uns, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Familie bleiben können. Das ist für jedes betroffene Kind eine traurige und schmerzhafte Erfahrung.
Wir wollen ihnen Geborgenheit vermitteln, sie in ihrer persönlichen Entwicklung und Entfaltung fördern, damit sie wieder Zuversicht und Selbstvertrauen finden.

Kinder und Jugendliche, die einen besonderen Unterstützungs- und Förderbedarf haben, werden in unserer heilpädagogischen Gruppe betreut.

Bei Aufnahmen ist die kulturelle Herkunft und die religiöse Zugehörigkeit nicht maßgeblich. Unsere Kinderheime stehen allen Kindern und Jugendlichen offen!

Unsere Angebote haben das Ziel bedarfsgerecht aufgestellt zu sein. Das heißt für uns, besonders flexibel und innovativ auf veränderte Bedürfnisse reagieren zu können. Keine Standardlösungen, sondern echte Perspektiven – das ist unser Motto. So stehen wir im direkten Kontakt mit Eltern und Jugendämtern, um diesem Anspruch zu genügen. Damit die Entwicklung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen keine unnötigen, zusätzlichen Brüche erfährt, halten wir ein breites und individuelles Angebot an pädagogischen Hilfen bereit. Die Kinder und Jugendlichen erfahren ein liebevolles und strukturiertes Zuhause und werden auf ein eigenständiges, erfolgreiches Leben vorbereitet.

Unser Angebot:

  • Hilfen zur Erziehung; 0-18 Jahre
  • Trainingswohngruppe für Jugendliche ab 14 Jahren
  • Mutter-Vater-Kind-Hilfen
  • Heilpädagogische Förderung für Kinder- und Jugendliche mit besonderem Hilfebedarf

Unser Team:

  • qualifizierte Fachkräfte mit diversen Zusatzqualifikationen
  • enge Zusammenarbeit mit Jugendamt, Schulen, Eltern und Therapeuten

Das Pfarrer-Dinter-Haus hat sich im Laufe der Jahre baulich sehr verändert. Die Stiftung hat es nachhaltig renoviert und saniert. Es gibt einen einladenden, freundlichen Eingangsbereich und ein gläserner Aufzug mit Lichtkuppel sorgt dafür, dass viel Sonne ins Haus kommt.

Auch der großzügige „Raum der Begegnung“ in der ersten Etage wird von Eltern und Kindern gerne genutzt.

Im Erdgeschoss befinden sich Snoozelraum, Märchenzimmer, Therapie– und ein Beratungsraum.

Im Stadtteil Klotzsche sind wir nachbarschaftlich gut Integriert: besondere Kontakte pflegen wir zur örtlichen Kirchengemeinde. Unmittelbar „vor Ort“ gibt es reichlich Freizeitangebote u. a. Reiten, Flötenunterricht, musikalische Frühförderung, Englischunterricht.

Bei uns „zu Hause“ sein, das heißt, einen ganz normalen Tagesablauf zu erleben. Unsere Schützlinge werden „rund um die Uhr“ betreut und unterstützt, und sie besuchen – wie andere Kinder auch – je nach Begabung unterschiedliche Schultypen. Sie leben in familienähnlichen, überschaubaren Wohngruppen, haben liebevoll eingerichtet Einzel- oder Doppelzimmer und können die Räume nach eigenen Wünschen gestalten.

Unsere „Kinderheim-Familie“ kann selbst mit noch so viel Engagement und Einfühlsamkeit eine intakte Familie nicht ersetzen. Deshalb sind uns die Zusammenarbeit und der Kontakt zu den Eltern wichtige Anliegen. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern wollen helfen, dass ihre Kinder wieder zu ihnen zurück können. Sollte dies nicht möglich sein, ist es wichtig Pflege- oder Adoptiveltern, zu finden.

Trotz aller Mühe werden immer einige bei uns bleiben oder wieder zu uns zurückkommen. Einige der Älteren leben bis zur Volljährigkeit bei uns. Auch danach können wir sie bei Bedarf in ihrer eigenen Wohnung weiter pädagogisch betreuen.

Wir wollen Kinder und Jugendliche mit all unseren Kräften und Möglichkeiten unterstützen, dass sie ihren
eigenen und einen guten Weg für ihr Leben finden.

Moebius        Cordula Möbius

Einrichtungsleitung

 

 

 

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